WAS WÜRDE PASSIEREN, WENN DIE VIER INTERVIEWTEN PARTEIEN IN EINEM HAUS WOHNEN WÜRDEN?
EINE GESCHICHTE:
Morgens 8 Uhr. Dominik wacht langsam auf. Wie immer hat er
keinen festen Tagesablauf geplant, er lebt in den Tag hinein. Das einzige, was
sich wie immer durch den Tag ziehen wird ist die Musik. Er spielt Gitarre,
komponiert eigene Songs am Klavier und nimmt diese auch manchmal bei sich in
seinem Zimmer auf. Sein Geld verdient er mit Tontechnik. Außerdem verdient er
sein Geld indem er Privatunterricht in Gitarre gibt und ab und zu auch
Unterricht an Schulen.
Außer der Musik steht im kein ständiger Begleiter zur
Verfügung. Er hat keine Freundin, lebt aber mit einem anderen Mann in einer WG.
Dominik scheint diese Situation mehr zu dulden als zu genießen, denn er
verbringt mit seinem Mitbewohner nicht mehr Zeit als er muss. Sie kochen nicht
gemeinsam oder haben sonst irgendwelche gemeinsamen Interessen. Vor allem die
Leidenschaft für Musik teilt Dominik nicht mit seinem Mitbewohner. Deswegen
verbringt er viel Zeit mit seinen Nachbarn.
Vor allem mit der Vierer-WG vom Stockwerk darüber versteht
er sich super. Die vier Freunde kennen sich schon ewig. Zwei von ihnen kennen
sich sogar schon aus dem Kindergarten. Ihnen ist es sehr wichtig, viel Zeit
miteinander zu verbringen.
Alle von ihnen sind Studenten und haben tagsüber viel zu
tun…zur Uni gehen, lernen und nebenbei hat jeder noch seine Hobbys. Um sich
nicht aus den Augen zu verlieren, treffen sie sich jeden Abend zum Essen,
Quatschen oder spielen ein Spiel zusammen. Oft laden sie auch Dominik dazu ein.
Dabei gibt es eigentlich nur eine Regel: Wer kocht, muss dafür nicht abwaschen,
denn eine Spülmaschine kann man sich als Student ja nicht ohne Weiteres
leisten.
Es passiert nicht selten, dass die Freunde bis spät in die
Nacht hinein zusammensitzen und Wein trinken.
Außerdem ist es besser Wein zu trinken als sich im
Bett zu quällen und versuchen zu schlafen, denn Aya sorgt mal wieder für
ordentlich laute Musik in ihrer Wohnung. Man würde fast denken, sie wäre die
perfekte Nachbarin für Dominik, doch Tagsüber ist sie eine Frau des Rechts. Sie
arbeitet fleißig an ihrem Laptop den ganzen Tag und fühlt sich auch ab und zu
mal genervt von ihrem musikalischen Nachbarn. Seit ihrer Erfahrung mit dem Slip
und den Wäscheständer im Keller hat sie Angst vor Nachbarn und eh keine Lust
sie kennenzulernen. Ihre in weiß, mit Designer stücken möblierte Wohnung sorgt
für die perfekte Arbeitsstimmung, nur ihre Statue von Friedrich der Große
erlaubt "Deko". Abends allerdings, lädt sie ein paar Freunde zu
sich ein, die scheinbar im Leben viel zu Lachen haben.
Sehr zum Leidwesen für David und seine kleine Familie: Er
hasst es, jeden Mucks von seinen Nachbarn zu hören. Vor allem für seinen
kleinen Sohn, Jonas ist es schwierig bei dem Krach einzuschlafen.
Unfair findet David vor allem, dass sich einige Nachbarn
dafür beschweren, wenn der Kleine mit seinem Spielzeug auf dem Boden
rumhämmert.
Da hilft nur die Flucht. David ist schon in seiner Jugend
viel gereist und war an sämtlichen Orten der Welt. Mit Kind ist das natürlich
gar nicht mehr so einfach. Heute reicht es David schon, einfach von seinem
Balkon aus über die Stadt zu schauen, und „die Nähe zum Himmel“ zu genießen.